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SKIHOCHTOUREN-WOCHE

MONTE ROSA 2017

„Hurradiegams do schau her!“
Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Aber jetzt erstmal von Anfang an.

Nach meinem fantastischen Empfang in Garmisch-Partenkirchen am 08. April 2017 machte ich mich auf die Reise in die Walliser Alpen (Schweiz). Im schweizerischen Saas Fee starteten wir unsere Touren-Woche mit einem leichten 4000er dem Allalinhorn zum Akklimatisieren, denn von da an waren wir konstant über 2800m ü. NN.


Es folgten herrliche Gratklettereien am Rimpfitschhorn und die Skitourenklassiker Fluchthorn, Strahlhorn und Adlerpass, immer mit Blick auf das wundervolle Matterhorn, welches ich bereits im Sommer 2015 zusammen mit meiner Teamkollegin Miriam Gössner besteigen durfte. Auf der neu renovierten Monte Rosa Hütte erlebte ich meine längsten drei Minuten, solange gibt es dort nämlich warmes Wasser unter der Dusche, vorausgesetzt man investiert 5 CHF.

Am Morgen klingelte bereits um 4:40 Uhr der Wecker und nach einem kurzen Frühstück zogen wir bei der Morgendämmerung in Richtung Osten los. Unser Ziel war die Besteigung der Dufourspitze über den Westgrat, welche mit 4634m der höchste Gipfel der Schweiz und der zweithöchste ganz Europas ist. Nachdem wir die Gletscherspalten am Monte Rosa Gletscher sicher passiert hatten, ließen wir unsere Ski am Skidepot zurück und kletterten über 40 Grad steile Firnflanken und kombiniertes Felsgelände (II+) zu dem kleinen eisigen Gipfelkreuz.

Es war ein wundervoller Moment zusammen mit Freunden (unter anderem auch Peter Schlickenrieder) am windstillen Gipfel in der Sonne zu sitzen und unsere leckere Schweizer Schokolade zu genießen. „Hurradiegams, do schau her wia guads uns geht!“, riefen wir am Gipfel und bestaunten die umliegende Berggipfel. Nach zwei kurzen Abseilstellen und einer schneidigen Abfahrt freuten wir uns auf den wohlverdienten Liegestuhl auf der Hüttenterrasse.

In den kommenden Tagen hatten wir wiederum perfektes Wetter und selbst der aufkommende Sturm konnte unseren Weiterweg auf die italienische Seite via Pollux (4092m) und Castor (4228m) nicht unterbrechen. Ich genoss die vielen Stunden mit fabelhafter Aussicht in vollkommenem Einklang mit den Bergen, allerdings geht doch nichts über einen frischen Cappuccino am warmen Hüttenofen 🙂

Ein weiteres Highlight war sicher noch die Besteigung des Lyskamm und nach zusätzlichen 4000er Gipfeln, die knapp 3000 Höhenmeter lange Abfahrt nach Zermatt am nächsten Tag. Wir kurvten durch eine wilde Schlucht, vorbei an tiefen Wassergumpen und kletterten über die letzten Felsen, bevor uns die Zivilisation wieder verschluckt hatte.

Es war wirklich eine wunderbare Zeit in den Bergen zum Lachen, Abschalten und Genießen.

Danke für diesen schönen Trip und allzeit „Berg Heil!“

 

Laura

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